Die alten Mauern der Friedensburg Schlaining haben schon viele Geschichten erlebt. Ritter, Belagerungen, Friedensgespräche. Doch im Sommer 2026 wird die Burgarena im Rahmen des KLANGfestivals wieder zu etwas ganz anderem: zu einem vibrierenden Klangraum zwischen Blechblasinstrumenten, Indie-Gitarren, elektrischen Balladen und staubigem Blues.
Die fünf Großveranstaltungen im Detail:
“1000 Kraniche - Sound of Peace“ am 12. Juni
Unter dem Titel „1000 Kraniche – Sound of Peace“ findet das Friedenskonzert 2.0 der Militärmusik Burgenland statt – ein Konzertabend, der Musik, Erinnerung und die Botschaft des Friedens auf eindrucksvolle Weise verbindet.
Namensgebend und inhaltlicher Mittelpunkt des Konzerts ist das Hauptwerk „One Thousand Cranes“ des US-amerikanischen Komponisten Robert Sheldon. Die tausend Kraniche sind ein japanischer Brauch: Das Falten von 1.000 Origami-Kranichen steht symbolisch für Glück, ein langes Leben und die Erfüllung eines Wunsches. Weltweite Bekanntheit erlangte dieses Symbol durch Sadako Sasaki, ein junges Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Seither stehen die Kraniche international für Frieden, Hoffnung und Heilung. Mit dabei ist „Die Mayerin“. Ihre ausdrucksstarke Stimme verleiht dem Friedenskonzert zusätzliche emotionale Tiefe und verbindet moderne Klangfarben mit der musikalischen Kraft des großen Blasorchesters. Thematisch passt dieses Konzert perfekt zur gelungenen Sonderausstellung „Blech mit Herz“ – Faszination Blasmusik im Burgenland, die bis 11. November 2027 auf Burg Schlaining zusehen ist.
Holzfällen" mit Nicholas Ofczarek und der Musicbanda Franui am 21. Juni
Thomas Bernhards Roman stellt einen Erzähler ins Zentrum, der aus der Distanz seines Ohrensessels eine „künstlerische Abendgesellschaft“ in der Wiener Gentzgasse beobachtet und diese mit bösartiger Genauigkeit seziert. Thomas Bernhards berühmte Prosa wird rezitativisch zum Leben erweckt, während die Musiker:innen von Franui u. a. mit einer Spezialität zu hören sein werden, die sie bekannt gemacht hat: dem Zelebrieren von Trauermärschen und Trauermusik. Dieses Konzert gehört noch thematisch zum KLANGfrühling und bildet den Abschluss dieses Konzertreigens.
Under the bridge am 26. und 27. Juni
„I see you on the dark side auf the moon“ singen die legendären Pink Floyd in einem ihrer Klassiker. In Schlaining heißt es am 26. Juni: „I see you under the bridge“, wenn die Floyd Division mit Pink Floyd-Hits die Burgarena verzaubern wird. „Under the bridge“: Der Name des Festivals ist Programm: Gespielt wird unter dem monumentalen Viadukt, das den Burggraben überspannt. Wo tagsüber Schatten auf die alten Steinmauern fallen, entsteht abends eine Bühne für Indie-Pop, HipHop und Singer/Songwriter-Musik. Zwischen den gemauerten Pfeilern treffen Gitarrenflächen auf elektronische Beats, junge Acts auf ein neugieriges Publikum aller Generationen.
LINE-UP:
26. Juni: Floyd Division, Zelda Weber, Betonwatte
27. Juni: Endless Wellness, Firkin, Die Blunznfettn Taupfnnauckal, Churro64/
Luisa Schweig
Balladen Rave am 4. Juli
Dass die Burg Schlaining mittlerweile mehr ist als bloße Kulisse, zeigt auch der Auftritt von Philipp Hochmair. Der Ausnahme-Schauspieler kehrt nach seinem gefeierten Vorjahresauftritt in der Burgarena und seinem Auftritt beim KLANGfrühling ins Südburgenland zurück – diesmal mit seiner explosiven „Schiller Balladen Rave“-Performance gemeinsam mit „Die Elektrohand Gottes“. Hochmair rezitiert nicht einfach Schiller; er zerlegt die Texte, jagt sie durch Elektrosounds und verwandelt klassische Literatur in ein fiebriges Live-Erlebnis zwischen Theater, Konzert und Performancekunst: Laut, hell, dumpf und krachend. Wenn „Die Bürgschaft“ plötzlich wie ein Rocksong klingt und die Burgarena im Stroboskoplicht pulsiert, wird klar: Hochmair passt perfekt in diese mittelalterliche Festung.
I got the blues von 23.-26. Juli
Und dann ist da noch der Blues. Vom 23.-26 Juli wird die Burgarena rauer, wärmer, erdiger. Das „Blues & More Festival“ bringt internationale Blues-Acts nach Schlaining und setzt bewusst auf Atmosphäre. Statt überfüllter Asphaltflächen gibt es laue Sommerabende im Burghof, Gitarrenriffs zwischen historischen Mauern und den Geruch von Steaks und Sommerregen in der Luft. Das Festival verbindet Konzerte mit Kulinarik und entspanntem Festivalgefühl – vom Blues-BBQ bis zum sonntäglichen Blues Brunch.
Donnerstag, 23.07.2026 | 18:00 Uhr | Burghof Schlaining
18:00 Uhr: Blues BBQ, 19:00 Uhr: Backdoor Bluesband
Freitag, 24.07.2026 | 18:00 Uhr | Burgarena Schlaining
LINE-UP:
Muddy What?, Miller Anderson Band, Blau AG, Peter Kern Band
Samstag, 25.07.2026 | 18:00 Uhr | Burgarena Schlaining
LINE-UP:
Petra Börnerova trio, R&B Caravan, The Swamp Shakers, Climax Blues Band
Samstag, 25.07.2026 | 14:00 Uhr | Obstgarten Gieberling
Moritz Gamper
Sonntag, 26.07.2026 | 11:00 Uhr | Burghof Schlaining
Blues Brunch mit Blues Jam
Bonus: Für jedes Ticket erhält man ermäßigten Eintritt in die Friedensburg Schlaining - gültig bis 31.07.2026!
Reservierungen unter:
KLANGfestival Schlaining
Tel.: 03355/2306-2211
E-Mail: klangfestival@kultur-burgenland.at
www.klangfestivalschlaining.at
Stimmen zum KLANGfestival
Landeshauptmann und KulturreferentHans Peter Doskozil, von dem der Impuls zum Ausbau der Burgarena Schlaining gekommen ist, zeigt sich von der Entwicklung der Burg und der Burgarena begeistert: „Die Open-Air-Konzerte in Schlaining sind kulturelle Leuchtturmprojekte, die bereits nach kurzer Zeit zu einem musikalischen Highlight im Südburgenland geworden sind. Das bestätigt die Entscheidung, in den Standort zu investieren. Der KLANGfestival ist weit mehr als ein Kulturereignis. Es ist ein Botschafter des Landes, der internationale künstlerische Qualität mit regionaler Identität verbindet und das Burgenland als Kulturland nachhaltig stärkt.“
KBB-Geschäftsführerin Claudia Priber: „In Schlaining entsteht ein Festivalsommer, der sich bewusst vom hektischen Mainstream absetzt. Mit diesen Auftritten zeigt sich, dass großartige Künstler*innen gerne ins Burgenland kommen. Wie bieten den Besucher‘innen maßgeschneiderte Angebote auf höchstem Niveau in einem einzigartigen Ambiente mit leistbaren Preisen. Kein austauschbares Großevent, sondern ein kultureller Kraftort zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Oder anders gesagt: Unter der Brücke beginnt der Sommer zu klingen“.
KLANGfestival-Intendant Gerhard Krammer: „Gerade diese nicht alltägliche Mischung macht den Kultursommer auf Burg Schlaining so besonders: Hier stehen nicht nur große Namen auf der Bühne, sondern auch Räume im Mittelpunkt. Das Viadukt über der „Under the Bridge“-Arena, die nächtlich beleuchteten Mauern, der offene Burghof – all das wird Teil der Inszenierung. Musik klingt hier nicht wie irgendwo. Sie hallt durch Stein und Geschichte.“

