KLANGherbst 2025

Schlaining 2025: Wenn der Sommer in den KLANGherbst mündet

„Der Sommer geht vorbei ...“ sang Konstantin Wecker im „kleinen Herbstlied“ bei seinem letzten Auftritt auf der Burg Schlaining Ende August. Jetzt sind die Blätter bunt gefärbt, die nächste Jahreszeit ist da, und mit ihr zieht der KLANGherbst in die Friedensburg ein. Im Mittelpunkt steht wieder die jüdische Kultur, die Schlaining jahrhundertelang geprägt hat.

 

ZWISCHEN TÖNEN UND TRADITION: JÜDISCHE KULTUR IM FOKUS

Ein Ort der Geschichte wird zur Bühne der Gegenwart: Bereits zum fünften Mal verwandelt sich die Friedensburg Schlaining in einen klingenden Erinnerungsraum. Der KLANGherbst – Tage jüdischer Kultur und Musik – schlägt einen musikalischen Bogen über die bewegte Geschichte der Stadt, die über Jahrhunderte auch vom jüdischen Leben geprägt war. Die ehemalige Synagoge und mehrere jüdische Friedhöfe zeugen bis heute davon. An drei Abenden laden Gerhard Krammer, künstlerischer Leiter des Festivals und KBB-Eventmanager Werner Glösl dazu ein, diese Vergangenheit neu zu entdecken. „Das sind Abende voller Musik, voller Leben, die uns eine riesengroße Sehnsucht spüren lassen!“, so Intendant Gerhard Krammer. „Die Sehnsucht nach Liebe, nach Frieden, nach Geborgenheit – eben ewig gültige Menschliche Werte!“

 

Das Programm:

Roman Grinberg Klezmer-Swing Quintett
Meschugge for Jiddisch Jazz

Montag, 03.11.2025 | 19:00 Uhr | Granarium, Burg Schlaining

„Klezmer ist die Musik, die das Schicksal des jüdischen Volkes widerspiegelt. Sie berührt uns, weil sie ungeachtet aller Bitterkeit und Traurigkeit immer ein Lächeln hat.“ (Manfred Perlmoser, Musikhistoriker)

 

Nina Proll & Trio de Salon

Mittwoch, 05.11.2025 | 19:00 Uhr | Granarium, Burg Schlaining

Eine Schicksalsgeschichte in Liedern & Texten aus der Autobiographie von Friedrich Hollaender.

Nina Proll nimmt das Publikum mit in die Zeit von vor 100 Jahren und interpretiert die Lieder mit ihrer unvergleichlichen Stimme, deren Timbre zwischen Licht und Dunkel wechselt, ebenso wie die Lieder aus jenen Tagen, als die Schatten der Unmenschlichkeit sich bereits abzuzeichnen begannen.

Das Ensemble
Das Trio ist speziell für das Projekt „Lieder eines armen Mädchens“ mit Nina Proll aus den Salonisten entstanden und spielt neben Musik von Kurt Weill, Friedrich Hollaender und Hanns Eisler auch Russischen Tango von Efim Yourist.

 

Vortragsabend zum Shoah-Gedenken

Erinnerungskultur von innen heraus begreifen

Freitag, 07.11.2025 | 19:00 Uhr | Engelsaal, Burg Schlaining

Warum der moralische Holzhammer nicht (mehr) wirkt

mit Dr. in Esther Heiss, Direktorin des Jüdischen Museums Eisenstadt

 

Was wäre, wenn Erinnerung sich von Tätern und Opfern zu Überlebenden hinwendete? Was wäre, wenn ein Perspektivenwechsel dazu führte, dass plötzlich Geschichten des jüdischen Überlebens und Lebens erzählt würden? Was wäre, wenn das Judentum als älteste noch immer existierende Religion respektiert und akzeptiert wäre, anstelle es stetig auf die Schoah zu reduzieren? Der Vortrag widmet sich der Frage, warum mit dem moralischen Holzhammer keine Wirkung (mehr) erzielt werden kann und nur ein gemeinsames Erinnern der Religionen – ein Erinnern von innen heraus – der Schlüssel zu einem tieferen Begreifen und einer ehrlichen gemeinsamen Gedenkkultur sein kann.

Musikalisch begleiten und verdichten dies Timea Hérics, Fagott, und Marie-France Sylvestre, Klarinette.

in Zusammenarbeit mit dem CONCENTRUM

 

Tickets und Infos: www.klangfestivalschlaining.at

E-Mail:klangfestival@kultur-burgenland.at

Telefon +43 3355 2306-2211